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VonKarin Sebelin

Der Mere-Exposure-Effekt

 

Schon einmal etwas vom Mere-Exposure-Effekt gehört?

Nein?

 

Der Mere-Exposure-Effekt besagt:

Je häufiger wir einem Stimulus ausgesetzt sind, desto mehr mögen wir ihn.

Zum Beispiel lässt die Vertrautheit mit einem Menschen diesen attraktiver und sympathischer erscheinen.

Der Mere-Exposure-Effekt tritt nicht auf, wenn die Bewertung beim ersten Kontakt negativ ausfiel; in diesem Fall wird durch wiederholte Darbietung die Abneigung stärker.

Der Effekt tritt auch bei unterschwelliger Wahrnehmung auf, d.h. es spielt keine Rolle, ob sich die Person des Kontakts bewusst ist oder nicht.

Entdeckt wurde der Effekt 1968 von Robert Zajonc (US-amerik. Psychologe).

 

Hier ein Video zu dem Thema:

 

Was hat dieser Effekt für Auswirkungen?

Beispiele:

1.) Je mehr Kontakt Menschen haben (auch zufällig), umso wahrscheinlicher werden sie Freunde.

2.) Im Marketing führt dieser Effekt zu der Erkenntnis, dass beispielsweise kurze, mehrmalige Wiederholungen einer Produktwerbung über kurz oder lang dazu führen, dass ein beworbenes Produkt oder eine Dienstleistung positiver vom Konsumenten wahrgenommen wird (auch unbewusst).

3.) Je vertrauter uns eine Marke ist, umso mehr lieben wir sie.

 

Anmerkung:

Mere-Exposure-Effekte werden durch die Art der Darbietung der Stimuli beeinflusst.

So erhöht beispielsweise die Anzahl der Darbietungen des Stimulus, die Dauer und die Sequenz den Effekt oder die Positivität der Bewertung.

 

Und zum Schluss ist noch folgendes gut zu wissen:

 

Eleri Sampson stellte in ihrem Buch „Build Your Personal Brand“ die 3 größten Faktoren für einen Karrierefortschritt heraus:

• 10 % – seinen Job machen

• 30 % – Haltung und Verhalten

• 60 % – Präsenz und Sichtbarkeit

(Sampson, 2002)

 

(Weiterführende Literatur:

  • Robert ZajoncAttitudinal Effects of Mere Exposure. Journal of Personality and Social Psychology, 1968, 9, 2, 1–27.

 

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mere-Exposure-Effekt)